ZenturaKPIZenturaKPIAllgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

KPI-Intelligence-Plattform · Software-as-a-Service

Version 1.1 · April 2026 · Barmettler ICT, Einzelunternehmen · CHE-243.198.176

§ 1. Allgemeines

Barmettler ICT, Einzelunternehmen, mit Sitz in Ennetbürgen (NW), Hirsacher 2, 6373 Ennetbürgen, UID CHE-243.198.176 (nachfolgend «Anbieter»), betreibt unter der Marke ZenturaKPI eine webbasierte KPI-Intelligence-Plattform im Software-as-a-Service-Modell (SaaS). Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der ZenturaKPI-Plattform zwischen dem Anbieter und den Kund:innen (nachfolgend «Kunde»).

Mit Vertragsabschluss oder Inanspruchnahme der Dienste erkennt der Kunde diese AGB als verbindlich an. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

Die Nutzung der Plattform erfolgt auf Grundlage eines entgeltlichen SaaS-Nutzungsvertrags. Diese AGB und die ZenturaKPI-Dienste richten sich ausschliesslich an Geschäftskunden (B2B).

§ 2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

Der Anbieter stellt dem Kunden die Nutzungsrechte an der ZenturaKPI-SaaS-Plattform über das Internet zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt in der Regel über eine individuelle Subdomain der Domain zenturakpi.ch oder über eine vom Anbieter bereitgestellte URL.

Die Leistungen des Anbieters umfassen insbesondere:

  • Hosting und Bereitstellung: Betrieb der Anwendung auf Servern eines professionellen Rechenzentrums. Das Hosting erfolgt ausschliesslich im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Eine Verarbeitung oder Speicherung von Kundendaten ausserhalb des DACH-Raums findet nicht statt.
  • Wartung und Weiterentwicklung: Kontinuierliche technische Wartung der Software, Installation von Sicherheitsupdates sowie laufende Weiterentwicklung der Plattform.
  • Support und Betreuung: Bereitstellung von technischem Support für die Kunden (siehe § 10).
  • Datensicherung: Wöchentliches Backup der Kundendaten. Der Anbieter implementiert Sicherheitsmassnahmen zum Schutz vor Datenverlust (vgl. § 7).

Die Nutzung der Plattform erfolgt ausschliesslich über einen Webbrowser; eine lokale Installation ist nicht erforderlich. Ein bestimmter Erfolg oder eine bestimmte Funktionalität der Software wird nicht geschuldet; der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang im Zuge von Updates anzupassen.

§ 3. Vertragsschluss und Laufzeit

Der Vertrag über die Nutzung der ZenturaKPI-Plattform kommt durch ein schriftliches Angebot des Anbieters und dessen Annahme durch den Kunden zustande. Die Annahme kann durch Unterzeichnung des Angebots oder in Textform (z.B. per E-Mail) erfolgen. Eine Online-Registrierung allein begründet keinen Vertrag, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich anders vereinbart.

Sofern nicht abweichend vereinbart, gelten folgende Regelungen:

  • Mindestlaufzeit: Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten ab Vertragsbeginn. Vertragsbeginn ist der Tag der Freischaltung oder der ersten Rechnungsstellung, je nachdem welcher Zeitpunkt früher eintritt.
  • Verlängerung: Der Vertrag verlängert sich nach Ablauf der Mindestlaufzeit automatisch um jeweils weitere 12 Monate, sofern keine Kündigung erfolgt.
  • Kündigung: Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann der Vertrag von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Ende der jeweiligen Vertragsperiode ordentlich gekündigt werden. Die Kündigung kann schriftlich oder per E-Mail erklärt werden.
  • Betriebsbeendigung: Der Anbieter kann den Betrieb der Plattform aus wichtigem Grund oder bei endgültiger Aufgabe des Geschäftsmodells mit einer Frist von mindestens 90 Tagen einstellen. Bereits bezahlte Entgelte werden anteilig erstattet. Der Anbieter wird dem Kunden innerhalb dieser Frist die Möglichkeit geben, seine Daten gemäss § 9 zu exportieren.
  • Testzugang: Etwaig angebotene Test- oder Demoversionen sind unverbindlich, kostenlos und zeitlich befristet. Sie können von beiden Seiten jederzeit beendet werden, ohne dass ein Vertragsverhältnis oder eine Zahlungspflicht entsteht.

Eine Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei schwerwiegender Verletzung vertraglicher Pflichten, anhaltendem Zahlungsverzug trotz Mahnung oder einem schwerwiegenden Sicherheitsverstoss. Im Falle einer Kündigung aus wichtigem Grund wird der Zugang gesperrt. Vorausbezahlte Entgelte werden anteilig erstattet, sofern die Kündigung nicht vom Anbieter aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund veranlasst wurde.

§ 4. Nutzung der Plattform

Der Kunde ist berechtigt, die ZenturaKPI-Plattform ausschliesslich im Rahmen der vorgesehenen Funktionen und gemäss der vertraglichen Vereinbarungen zu nutzen. Eine missbräuchliche Nutzung oder Verwendung ausserhalb der vertraglich vorgesehenen Zwecke ist untersagt. Insbesondere ist es dem Kunden nicht gestattet, die Software zu dekompilieren, zu verändern, unbefugt Dritten zugänglich zu machen oder Sicherheitsmechanismen zu umgehen.

Der Kunde hat keinen Anspruch auf die Beibehaltung bestimmter Funktionalitäten oder Ausstattungsmerkmale. Der Anbieter ist berechtigt, Änderungen vorzunehmen, neue Funktionen einzuführen oder nicht mehr zeitgemässe Funktionen einzustellen, sofern keine wesentliche Einschränkung der Nutzbarkeit eintritt.

Verfügbarkeit

Es besteht kein Anspruch auf eine ununterbrochene Verfügbarkeit der Plattform. Ein Service Level Agreement (SLA) mit garantierter Uptime oder Verfügbarkeitsquote wird nicht geschuldet. Vorübergehende Einschränkungen (z.B. durch geplante Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates oder Störungen bei Drittanbietern) sind möglich und begründen weder Schadensersatzansprüche noch ein Recht zur ausserordentlichen Kündigung oder Minderung des Entgelts.

KI-gestützte Funktionen

Soweit die Plattform KI-gestützte Analysefunktionen bereitstellt, dienen deren Ergebnisse ausschliesslich als Entscheidungshilfe und stellen keine verbindliche Beratung dar. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung der KI-generierten Inhalte. Der Kunde ist allein verantwortlich für die Bewertung und Verwendung solcher Ergebnisse.

Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und sichere Passwörter zu verwenden. Der Kunde stellt sicher, dass über seinen Zugang keine rechtswidrigen, persönlichkeitsverletzenden oder anderweitig unzulässigen Inhalte in die Plattform eingestellt werden. Der Kunde meldet dem Anbieter unverzüglich jede festgestellte oder vermutete Sicherheitsverletzung. Für Schäden, die aus einer Verletzung dieser Mitwirkungspflichten entstehen, haftet der Kunde.

§ 5. Zahlungsbedingungen

Die Entgelte richten sich nach dem jeweils gültigen Tarifmodell des Anbieters. Die aktuellen Preise und Paketmodelle werden dem Kunden vor Vertragsschluss auf der Website oder im Angebot mitgeteilt. Die Abrechnung erfolgt – je nach Vereinbarung – monatlich oder jährlich im Voraus. Eine monatliche Zahlungsweise bedeutet nicht, dass der Vertrag monatlich kündbar ist.

Rechnungen werden elektronisch übermittelt und sind sofort nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig. Alle Preise verstehen sich, falls anwendbar, zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, nach Mahnung den Zugang vorübergehend zu sperren oder den Vertrag ausserordentlich zu kündigen. Gesetzliche Ansprüche (z.B. Verzugszinsen, Mahnkosten) bleiben unberührt.

Preisanpassungen

Der Anbieter ist berechtigt, die Preise jeweils zum Beginn einer neuen Vertragsperiode anzupassen. Über geplante Preisanpassungen wird der Kunde spätestens 30 Tage vor dem Inkrafttreten in Textform informiert. Bei einer Preiserhöhung von mehr als 10% gegenüber dem bisherigen Entgelt steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisanpassung zu. Das Sonderkündigungsrecht ist innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung schriftlich auszuüben.

§ 6. Einbindung Dritter

Der Anbieter ist berechtigt, Drittunternehmen und Erfüllungsgehilfen zur Erbringung seiner Leistungen einzusetzen (insbesondere für Hosting, Zahlungsabwicklung und E-Mail-Versand). Durch die Inanspruchnahme der ZenturaKPI-Dienste kommt keine direkte Vertragsbeziehung zwischen dem Kunden und diesen Drittanbietern zustande. Der Anbieter wählt Drittanbieter sorgfältig aus und koordiniert deren Leistungserbringung. Für Störungen, Ausfälle oder Fehler der Drittanbieter haftet der Anbieter jedoch nicht, sofern ihn bei der Auswahl und Überwachung kein Verschulden trifft.

Der Anbieter behält sich vor, vergleichbare Drittanbieter einzusetzen oder auszutauschen, sofern dadurch keine Verschlechterung der Leistungsqualität eintritt. Über wesentliche Änderungen in der Service-Infrastruktur wird der Anbieter den Kunden in geeigneter Weise informieren.

§ 7. Datenschutz und Datenverarbeitung

Der Anbieter beachtet die einschlägigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Insbesondere werden das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) sowie – soweit anwendbar – die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eingehalten. Der Anbieter agiert im Hinblick auf die personenbezogenen Daten des Kunden als Auftragsbearbeiterin im Sinne des DSG (bzw. Auftragsverarbeiterin gemäss Art. 28 DSGVO), während der Kunde Verantwortlicher bleibt.

Datenhoheit

Alle personenbezogenen Daten und sonstigen Kundendaten bleiben im Eigentum des Kunden. Der Anbieter verarbeitet die Kundendaten ausschliesslich zum Zwecke der Vertragserfüllung und gemäss den Weisungen des Kunden. Eine Verarbeitung zu eigenen Zwecken oder eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen, sofern nicht eine ausdrückliche Einwilligung oder eine gesetzliche Verpflichtung vorliegt.

Speicherung und Sicherheit

Die Speicherung und Verarbeitung der Kundendaten erfolgt ausschliesslich in Rechenzentren im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Eine dauerhafte Speicherung von Kundendaten ausserhalb des DACH-Raums findet nicht statt. Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Massnahmen zum Schutz der Daten (z.B. TLS-Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, regelmässige Backups).

KI-Datenverarbeitung

Soweit die Plattform KI-gestützte Funktionen anbietet, können für die Verarbeitung KI-Dienste von Drittanbietern eingesetzt werden, deren Server sich auch ausserhalb des DACH-Raums befinden können (z.B. USA). In diesem Fall werden Kundendaten vor der Übermittlung an den KI-Drittanbieter soweit möglich anonymisiert oder pseudonymisiert. Der Anbieter stellt sicher, dass mit allen eingesetzten KI-Drittanbietern angemessene vertragliche Datenschutzgarantien bestehen. Kundendaten werden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet, es sei denn, der Kunde stimmt einer solchen Verwendung ausdrücklich und gesondert zu.

Backups

Der Anbieter erstellt wöchentlich eine Datensicherungskopie (Backup) der Kundendaten. Diese dient ausschliesslich der technischen Wiederherstellung im Störungsfall. Über das wöchentliche Backup hinaus übernimmt der Anbieter keine Haftung für Datenverluste; insbesondere werden keine täglichen oder inkrementellen Backups geschuldet. Eine revisionssichere Archivierung wird nicht geschuldet. Der Kunde ist für die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten sowie für eine allfällige zusätzliche eigene Datensicherung selbst verantwortlich.

Auftragsverarbeitungsvertrag

Die Parteien schliessen eine separate Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäss Art. 28 DSGVO bzw. den Bestimmungen des DSG ab. Der Anbieter stellt auf Wunsch eine vorformulierte AVV bereit.

Löschung nach Vertragsende

Nach Beendigung des Vertrags löscht oder anonymisiert der Anbieter die personenbezogenen Daten des Kunden, sobald keine vertraglichen oder gesetzlichen Aufbewahrungspflichten mehr bestehen. Details regelt § 9.

Sicherheitsvorfälle

Ein permanentes 24/7-Monitoring findet nicht statt. Sicherheitsrelevante Vorfälle werden nach Kenntnisnahme und im Rahmen der verfügbaren Ressourcen sorgfältig bearbeitet.

§ 8. Haftung und Gewährleistung

Haftungsbeschränkung

Der Anbieter haftet dem Kunden gegenüber für Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter – sofern eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird – nur in Höhe des vertragstypisch vorhersehbaren Schadens. Eine weitergehende Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.

Haftungsausschlüsse

Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung in folgenden Fällen ausgeschlossen oder beschränkt:

  • Keine Haftung für indirekte Schäden oder Folgeschäden wie entgangenen Gewinn, nicht erzielte Einsparungen, Produktionsausfälle oder Ansprüche Dritter.
  • Keine Haftung für Datenverlust, der über den Umfang des letzten wöchentlichen Backups hinausgeht.
  • Keine Haftung für Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern (z.B. Cloud-Infrastruktur, E-Mail- oder Zahlungsdienste), sofern den Anbieter kein Verschulden trifft.
  • Keine Haftung für Schäden, die durch Fehlbedienung oder Benutzerfehler seitens des Kunden verursacht wurden.
  • Keine Haftung für Ergebnisse oder Empfehlungen KI-gestützter Funktionen der Plattform.
  • Keine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung von Integrationen oder Schnittstellen zu Drittsystemen (z.B. API-Anbindungen) resultieren, sofern diese vom Kunden oder einem Dritten konfiguriert wurden.

Haftungshöchstgrenze

Soweit gesetzlich zulässig, wird die Haftungssumme des Anbieters auf maximal die Summe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis tatsächlich bezahlten Nutzungsentgelte begrenzt. Diese Begrenzung gilt pro Schadensfall sowie insgesamt für alle Schadensfälle, die innerhalb eines Vertragsjahres aus diesem Vertrag entstehen. Gesetzlich zwingende Haftung – insbesondere bei rechtswidriger Absicht oder grober Fahrlässigkeit – bleibt von dieser Beschränkung unberührt.

Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Organe, Vertreter und Mitarbeitenden des Anbieters.

Freistellung

Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die gegen den Anbieter aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform durch den Kunden oder aufgrund von Inhalten, die der Kunde in die Plattform eingestellt hat, geltend gemacht werden. Die Freistellung umfasst auch die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung (einschliesslich Gerichts- und Anwaltskosten). Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über drohende oder eingetretene Ansprüche Dritter zu informieren und bei der Rechtsverteidigung im zumutbaren Umfang mitzuwirken.

Gewährleistung

Die Leistungen stellen primär Dienstleistungen dar. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die ständige und ununterbrochene Verfügbarkeit oder dafür, dass die erzielten Ergebnisse inhaltlich korrekt und für den Zweck des Kunden geeignet sind. Die Software wird «as is» bereitgestellt. Gewährleistungsrechte sind ausgeschlossen oder beschränkt, soweit gesetzlich zulässig. Der Kunde hat erkennbare Mängel unverzüglich anzuzeigen.

§ 9. Rechte an der Software und Kundendaten

Rechte an der Software

Die intellektuellen Eigentumsrechte an der ZenturaKPI-Software (einschliesslich Quellcode, Designs, Marken und Logos) liegen ausschliesslich beim Anbieter (Barmettler ICT). Dem Kunden wird für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht eingeräumt. Eine Überlassung an Dritte, Vermietung, Weitervertrieb oder anderweitige Verwertung sind untersagt.

Rechte an Kundendaten

Vom Kunden eingegebene, hochgeladene oder erzeugte Daten bleiben jederzeit Eigentum des Kunden (vgl. § 7).

Datenexport bei Vertragsende

Bei Beendigung des Vertrags hat der Kunde das Recht, seine Daten zu exportieren. Der Anbieter stellt hierfür Export-Funktionen bereit oder liefert innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende die Daten in einem gängigen Format (z.B. CSV oder JSON). Spätestens 90 Tage nach Vertragsende werden die verbleibenden Kundendaten gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

§ 10. Support und Kommunikation

Support

Der Anbieter stellt Supportleistungen im Rahmen der verfügbaren Ressourcen bereit, ohne garantierte Reaktionszeit («Best Effort»). Support erfolgt ausschliesslich über das Ticketsystem oder per E-Mail. Telefonischer Support wird nicht angeboten.

Mitteilungen

Wichtige Mitteilungen (z.B. Wartungsfenster, Sicherheitshinweise, Änderungen) erfolgen per E-Mail an die hinterlegte Kontaktadresse oder durch Hinweise innerhalb der Plattform. Der Kunde ist verpflichtet, eine aktuelle E-Mail-Adresse zu hinterlegen.

Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB zu ändern. Über geplante Änderungen wird der Kunde spätestens 30 Tage vor Inkrafttreten informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen, gelten die Änderungen als akzeptiert. Widerspricht der Kunde fristgerecht, hat der Anbieter das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens zu kündigen, sofern eine Fortsetzung unzumutbar ist.

§ 10a. Beta-Status

Die Plattform befindet sich in fortlaufender Entwicklung (Beta-Status); es besteht kein Anspruch auf vollständige Funktionsfähigkeit. Der Anbieter übernimmt im Beta-Stadium keine Gewähr für die Eignung der Plattform für bestimmte Zwecke.

§ 10b. Zielgruppe

Diese AGB richten sich an Geschäftskunden (B2B). Geschäftskunden sind natürliche oder juristische Personen, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Eine Nutzung durch Konsument:innen ist nicht vorgesehen. Für Konsument:innen gelten zwingende gesetzliche Bestimmungen vorrangig.

§ 10c. Referenzen und Marketing

Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden als Referenz zu nennen und dessen Firmennamen sowie Firmenlogo in angemessener Weise zu verwenden. Der Kunde kann der Verwendung jederzeit schriftlich widersprechen. Für weitergehende Marketingmassnahmen (z.B. Fallstudien) holt der Anbieter die Zustimmung des Kunden ein.

§ 11. Schlussbestimmungen
  • Anwendbares Recht: Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht.
  • Schlichtung: Die Parteien verpflichten sich, im Streitfall vor Einleitung eines Gerichtsverfahrens eine gütliche Einigung anzustreben.
  • Gerichtsstand: Gerichtsstand und Erfüllungsort ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters in Ennetbürgen (NW). Der Anbieter bleibt berechtigt, Ansprüche am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden geltend zu machen.
  • Vertragssprache: Die Vertragssprache ist Deutsch. Im Falle von Unterschieden hat die deutsche Fassung Vorrang.
  • Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen. Die Parteien werden die unwirksame Bestimmung durch eine wirtschaftlich gleichwertige Regelung ersetzen.
  • Rechtsformänderung: Ändert der Anbieter seine Rechtsform oder überträgt er seinen Geschäftsbetrieb, bleiben die Verträge gültig. Der Kunde stimmt einer Vertragsübernahme zu, sofern seine Rechte nicht eingeschränkt werden.
  • Schriftformklausel: Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform (mindestens Textform). Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
Änderungshistorie
VersionDatumAutorBeschreibung
1.028.03.2026Marco BarmettlerErstversion
1.104.04.2026Marco BarmettlerRisikooptimierung: Haftungshöchstgrenze, Drittanbieter-Verantwortung, SLA-Ausschluss, DACH-Hosting für KI, Preisanpassungsrecht, Mitwirkungspflichten, Freistellungsklausel

AGB ZenturaKPI – Version 1.1 (April 2026) · Ein Produkt von Barmettler ICT · CHE-243.198.176